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Dominica – grünes Wanderparadies auf den Kleinen Antillen

Dominica ist ursprüngliche Karibik pur! Auf der grünen Insel schlängelt sich der längste Wanderpfad der Karibik durch tropische Regenwälder, archaische Vulkanlandschaften und entlang der Spuren kolonialer Geschichte.

Die zwischen Guadeloupe und Martinique gelegene Karibikinsel Dominica vulkanischen Ursprungs mit ihrer üppigen Vegetation und unzähligen Flüssen und Wasserfällen ist ein wahres Wanderparadies.

Dank ihres bergigen Terrains bietet die 749 km² große Naturinsel eine Vielzahl verschiedenster Schwierigkeitsgrade für Wanderungen. Einen atemberaubenden Wasserfall auf einem eher gemütlichen Weg zu erreichen, ist genauso möglich, wie sich für die Wanderung zum kochenden, schwefelhaltigen See, dem Boiling Lake – dem zweitgrößten der Welt - zu entscheiden, die eine wirkliche Herausforderung darstellt.

Viele der Wanderwege der Insel wurden schon lange vor der Ankunft Kolumbus’ von den Ureinwohnern Dominicas, den Kalinago, benutzt. Die meisten davon sind in einem Tag zu bewältigen.

Die Ziele sind so vielfältig wie die Insel selbst: unzählige Flüsse und Wasserfälle, der Indian River mit seiner beeindruckenden Vegetation – bekannt als Drehort für „Fluch der Karibik“, Hot Tubs - heiße schwefelhaltigen Quellen, Vogelbeobachtungspunkte oder Zeugen der Kolonialzeit wie das Fort Shirley.

Die Landschaft Dominicas ermöglicht es, an einem Tag durch ein halbes Dutzend unterschiedlichster Vegetationszonen zu wandern – von eher trockener Vegetation bis zum tropischen Regenwald. Alle Wanderpfade sind nach verschiedenen Schwierigkeitsgraden eingestuft – von „sehr leicht“ bis „sehr schwierig“.

Kurzinfo: Dominica
Lage: Als Teil der kleinen Antillen liegt Dominica in der Karibik zwischen den beiden französischen Überseedépartements Guadeloupe im Norden und Martinique im Süden.
Hauptstadt: Roseau
Einwohner: ca. 71000
Landessprache: Englisch
Währung: Ostkaribischer Dollar
Klima: Tropisch mild durch regelmäßige Nordost-Winde; Lufttemperatur: Zwischen 25°C und 30°C; Wassertemperatur: ca. 27°C
Zeitzone: UTC-4 (Sommer: 6 Stunden früher; Winter: 5 Stunden früher)

Wandern auf dem Waitukubuli National Trail

Der einzigartige Waitukubuli National Trail verbindet verschiedene – teils uralte – Pfade der Ureinwohner und führt auf einer Länge von insgesamt 184 km längs über die Insel, vorbei an einer Vielzahl von kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten sowie diversen Naturschauplätzen. Jeder Abschnitt der insgesamt 14 Segmente ist in 5-6 Stunden zu erwandern. Für den gesamten Trail rechnet man ca. 2 Wochen.

Die meisten Wanderwege sind gut gekennzeichnet, jedoch empfiehlt sich – vor allem für die schwierigeren Wanderungen – die Begleitung eines ausgebildeten Wanderführers, der zudem auch noch eine Fülle interessanter Informationen bereithalten wird.




Dominica – eine der ausgewählten ethischen Destinationen weltweit

Dominica wurde im Jahre 2005 als erste Destination vom Green Globe zertifiziert und wurde 2016 zum zweiten Mal in Folge von der gemeinnützigen Organisation „Ethical Traveler“ www.ethicaltraveler.org zu einer der 10 ethischen Destinationen weltweit gewählt. Dominica setzt hauptsächlich auf einen ökologischen Nischentourismus, hauptsächlich ausgerichtet auf Bergwandern, alle anderen Outdoor-Aktivitäten, Health and Wellness, Tauchen und Walbeobachtung.

Dominica - das Inselparadies für Outdoorer
Foto: Sarah Lee Photo

Community Tours

Auf Dominica werden von vielen Gemeinden Community Tours angeboten, deren Erlös direkt den Gemeinden bzw. den lokalten Veranstaltern zugute kommt. Von Turtle Tours der Tierschützer über das Homestay Programm bei den Kalinago bis zu Wanderungen und Führungen zu lokalen Sehenswürdigkeiten gibt es ein breitgefächertes Programm.
Informationen über das Fremdenverkehrsbüro von Dominica können Sie unter dominica@tropical-consult.de erfragen.

Die Lage Dominicas

Dominica liegt zwischen den französisch sprachigen Inseln Guadeloupe im Norden und Martinique im Süden, so dass sich ein kombinierter Aufenthalt auch aufgrund der Flugverbindungen mit zumindest einer der beiden Inseln anbietet.

Dominica - das Inselparadies für Outdoorer
Foto: Discover Dominica Authority

Kalinago – die letzten Ureinwohner der Karibik

In ihrem Dorf am Meer, dem „Kalinago Barana Aute“, laden die Nachkommen der Ureinwohner dazu ein, mit ihnen das friedliche Leben inmitten der paradiesischen Natur zu teilen und dabei einen Einblick in die Vergangenheit und ihre Geschichte zu erhalten. 3.500 Kalinago leben heute noch im Kalinago Territory im Nordosten der Insel. Über das Fremdenverkehrsbüro Dominica kann man einen Homestay bei den Kalinagos organisieren. Dabei gewinnt man unvergessliche Einblicke in ihre Kultur: von der Küche über Kräuterheilkunde bis zum traditionellen Bootbau - ein einzigartiges Erlebnis.

Strände auf Dominica

Außer phantastische Wandermöglichkeiten bietet die Insel aber auch beeindruckende Naturstrände – aufgrund des vulkanischen Ursprungs der Insel in verschiedensten Farben von schwarz bis pudrig weiß. Einige der schönsten findet man an der nordöstlichen Küste rund um den Ort Calibishie. Die Westküste bietet wegen der ruhigeren See hervorragende Tauch- und Schnorchelmöglichkeiten, aber auch die Bucht von Scott’s Head und Soufrière im Meeresschutzgebiet mit einem gefluteten Krater und dramatischen Steilwänden ist ein echter Geheimtipp.

Dominica – Walbeobachtungs-Spot der Karibik

Auch die größten Meeressäuger schätzen die Insel. Durch die tiefen Gewässer rund um Dominica liegt die Trefferquote bei der Walbeobachtung ganzjährig bei ca. 90%. Vor allem Pottwale stehlen hier allen anderen die Show.

Schildkröten

Zwischen März und Oktober bietet sich auf Dominica alljährlich ein eindrucksvolles Naturschauspiel, wenn die Meeresschildkröten zur Eiablage kommen. Darunter die weltweit bedrohte Lederschildkröte, die Karettschildkröte und die Grüne Meeresschildkröte.Um zu ihrem Ursprungsort zu gelangen, wo sie einst selbst aus dem Ei geschlüpft sind, schwimmen die Schildkröten Tausende von Kilometern.

Anlässlich dieses einzigartigen Naturereignisses bieten die Tierschutzorganisationen „Turtle Tours“ an. Die Besucher können die Tiere bei der Eiablage beobachten und die kleinen Schildkröten schlüpfen sehen. Dabei erfahren sie viel Wissenswertes über die Verhaltensweise der Schildkröten und die Arbeit der Tierschützer.
Tierschutzorganisationen auf Dominica wie die Dominica Sea Turtle Conservation und Nature Enhancement Team bewachen die Strände, registrieren und schützen die Gelege und die frisch geschlüpften Schildkröten auf ihrem Weg ins Meer.

So werden Touristen für das Projekt sensibilisiert und die Einheimischen können vermehrt in das Projekt eingebunden werden. Der Erlös der Touren kommt jeweils dem Tierschutzprojekt zugute. Einige Resorts – wie z.B. das Rosalie Bay Resort oder auch die Citrus Creek Plantation bieten für diese Zeit spezielle Pakete an und engagieren sich außerdem aktiv für das Schildkröten-Projekt.

Dominica - das Inselparadies für Outdoorer
Foto: Discover Dominica Authority

Nationalparks auf Dominica

Der Morne Trois Pitons Nationalpark, ein Gebiet von rund 6.857 Hektar rund um den 1.342 Meter hohen Vulkan Morne Trois Pitons, wurde aufgrund seines Artenreichtums der Flora und Fauna – dem größten der Kleinen Antillen – im Jahr 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Der im Jahr 2000 benannte Morne Diablotin Nationalpark umfasst eine 33,5 km² Fläche mit Höhen zwischen 579 Metern und 1447 Metern - letzteres ist der Gipfel des Morne Diablotin, Dominicas größter Vulkan und zweitgrößter Berg der kleinen Antillen. 95% des Parks ist von Regenwald bedeckt. Grund für die Ernennung zum Nationalpark war der bessere Schutz der beiden endemischen Papageienarten, der Blaukopfamazone „Jaco“ (Amazona arausiaca) und dem auf Dominica endemischem Sisserou (Amazona imperialis).

Der auf einer Halbinsel im Nordwesten gelegene Cabrits National Park wurde 1986 zum Nationalpark erklärt und umfasst außer tropischen Regenwald auch Korallenriffe und Küstengebiete sowie das Fort Shirley - ein geschichtsträchtiges, von der englischen Kolonialmacht errichtetes Fort.

Wanderungen auf Dominica

Obwohl Dominica relativ klein ist, bietet sie dank ihres bergigen Terrains eine große Vielzahl verschiedenster Herausforderungen für den Wanderer. Die meisten Wanderwege sind gut gekennzeichnet, doch sollten Sie nicht auf die Begleitung eines Wanderführers verzichten, der Sie mit einer Fülle interessanter Informationen bereichern wird. Auch aus Sicherheitsgründen ist ein “Tour Guide” zu empfehlen. Ihr Hotel oder das Touristen-Informationszentrum werden Ihnen bei der Organisation Ihrer Wanderung gern helfen. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Beispiele der Vielzahl an reizvollen Wandermöglichkeiten auf Dominica vor.

Ausführlichere Informationen entnehmen Sie bitte außerdem unserer Internetseite www.discoverdominica.com.
Und nun die Wanderschuhe einpacken und los geht’s – Dominica will erwandert werden!
Im Folgenden die verschiedenen Schwierigkeitsgrade der Wanderungen:

Grad 1 – sehr leicht
Grad 2 – leicht
Grad 3 – mittel
Grad 4 – schwierig
Grad 5 – sehr schwierig

Trafalgar Falls - Doppeltes Vergnügen!
Schwierigkeitsgrad: 2 – leicht
Länge: 0,3 km

Ein kleines Stück östlich des pittoresken Ortes Trafalgar im Roseau Valley befindet sich eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Dominicas – die Trafalgar Wasserfälle. Über einen solide angelegten Pfad erreicht man zwei der Hauptwasserfälle Dominicas, die Seite an Seite aus 38 m (der so genannte ,Vater’) und 23 m ( die ‚Mutter’) herunterschießen.

Middleham Wasserfall – Dominicas höchster Wasserfall
Schwierigkeitsgrad 3- mittel
Länge: 5,75 km

Die Wanderwege zum beeindruckenden Middleham Fall führen direkt ins Innere des Regenwaldes. Aus 60 m Höhe in der Felsklippe ergießt sich der Strom in einen von Felsen umgebenen natürlichen Pool, der zu einem erfrischenden Bad einlädt. Man kann unter zwei Wegen zum Middleham Fall wählen, wobei einer an einer tiefen Fumarole vorbeiführt, in der Tausende von Fledermäusen wohnen. - Kurz vor Sonnenuntergang ein beeindruckendes Schauspiel, wenn sie in Scharen die Höhle verlassen, um auf Beutezug zu gehen!

Dominica - das Inselparadies für Outdoorer
Foto: Discover Dominica Authority

Süsswasser und Schwefelquellen
Freshwater Lake (Süsswassersee)
Länge: 4 km
Schwierigkeits-Grad: 2

Der Freshwater Lake, Dominicas größter See, befindet sich in 762 m Höhe inmitten eines alten Vulkans. Der Wanderweg entlang seines Ufers an höher gelegenen Stellen eine atemberaubende Aussicht auf die Ostküste und an klaren Tagen in nordöstlicher Richtung bis zur Insel Marie-Galante.

Soufriere Schwefelquelle
Länge: 5,5 km
Schwierigkeits-Grad: 3

Im Süden der Insel, am Fuss des Berges Soufriere und in der Nähe des gleichnamigen Ortes, befinden sich eine Anzahl Schwefelhalden, aus denen es blubbert, zischt und brodelt. Nach einer Wanderung zu den Ruinen von Palmiste Estate, von wo man einen großartigen Ausblick auf Scott’s Head und Soufriere hat und weiter entlang der Ostseite des Berges ist das heisse Wasser der Schwefelquellen eine unbeschreiblich entspannende Wohltat für Geist und Körper!

Boiling Lake und das Valley of Desolation (Kochender See und das Tal der Verlassenheit)
Länge: 4 km
Schwierigkeits-Grad: 4 (Führer empfehlenswert)

Die Wanderung zum Boiling Lake gilt als eine der schwierigsten, aber auch interessantesten. Stellenweise geht es sehr steil bergab bzw. bergauf durch Regen- und Bergwald. Vorbei am „Breakfast River“, den man nach ca. 1 Stunde Aufsteieg erreicht und wo die Vegetationszone allmählich von Regenwald zu Bergwald wechselt, erreicht man nach einer weiteren Stunde auf 975 m den höchsten Punkt mit einem 360 Grad-Panoramablick. Nach dem Durchqueren des archaischen Valley of Desolation erreicht man schließlich den faszinierenden Boiling Lake.

Unterkünfte

Auf Dominica gibt es ausschließlich privat geführte Unterkünfte: Hotels, Resorts, Cottages, darunter viele und namhafte Eco Lodges. Die Insel hat ein eigenes Eco-Zertifizierungs-Programm, dem die meisten Hotels angeschlossen sind.
Weitere Infos zu Unterkünften auf Dominica finden Sie hier.

Dominica - das Inselparadies für Outdoorer
Foto: Paul Crask

Anreise:

Von Europa aus gibt es keine Direktflüge nach Dominica.
Möglichkeiten:
Flug über Paris nach Guadeloupe oder Martinique (z.B. mit AIR FRANCE) mit Übernachtung. Weiterflug oder Fähre am nächsten Tag nach Dominica. Flug ab Frankfurt mit Condor nach Martinique. Preis bereits unter € 700, vorerst bis April 2017. Zwischen den Inseln Guadeloupe, Dominica, Martinique und St. Lucia besteht ein Fahrverkehr mit L’Express des Iles. Fährbuchungen über www.express-des-iles.com oder über das Fremdenverkehrsbüro von Dominica.

Dominica in Deutschland:
Fremdenverkehrsbüro von Dominica
vertreten durch Tropical Consult
dominica@tropical-consult.de
T +49 711 26346624
Offizielle Homepage: www.discoverdominica.com

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