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Marmot Evodry: Nachhaltigkeit als treibende Kraft

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Foto: Marmot | Adam McKibben

Marmot gehört zu den Vorreitern in Sachen Regenschutz. Mit "Evodry" bringt die US-Firma nun eine rundum nachhaltig konzipierte Kollektion in den Handel – vom Garn bis zur Imprägnierung.

Sieben Nächte verbrachten Eric Reynolds und Dave Huntley 1976 im Kühlhaus einer Fleischerei, um ihre selbst genähten Schlafsäcke am eigenen Leib zu testen. Danach ging es unter die Sprinkleranlagen, um die Wasserdichtigkeit zu prüfen. Der ungewöhnliche Praxistest war mehr als überzeugend. Die beiden Jungunternehmer, die erst zwei Jahre zuvor ihr eigenes Geschäft Marmot Mountain Works in Colorado eröffnet hatten, stellten ihre gesamte Kollektion auf das neuartige Material namens Gore-Tex um und wurden die ersten Outdoor-Kunden der Firma W. L. Gore.

Unterschiedliche Technologien

Seit Beginn der Unternehmensgeschichte zählt Marmot zur Avantgarde der OutdoorBranche, wenn es um wirksamen und hochwertigen Schutz vor Wind und Wetter geht. Verschiedenste Technologien für die unterschiedlichsten Ansprüche an Regenbekleidung wurden im Laufe der Jahrzehnte entwickelt, darunter die feinporige, äu- ßerst atmungsaktive Membran Marmot NanoPro und die leichte und zugleich sehr wasserdichte Marmot MemBrain Strata. Auch die Hightech-Gewebe von Gore-Tex werden bis heute eingesetzt.

Nun bringt der US-amerikanische Outdoor-Ausrüster seine neueste Entwicklung auf den Markt: Evodry. Nichts weniger als »die Zukunft der Regenbekleidung« ist diese umweltschonende Technologie für Jan Schapmann, Geschäftsführer von Marmot Mountain Europe. »Wir verknüpfen beste Performance mit hoher Nachhaltigkeit.«

Die einzelnen Produkte der Marmot-Evodry-Kollektion seht ihr hier

Nie mehr nachimprägnieren

Foto: Marmot
Die neuen Evodry-Jacken & Hosen sind rundum nachhaltig - vom Garn bis zur Imprägnierung.

100 Gänge in der Waschmaschine und im Trockner überstehen die Jacken und Hosen locker – samt Imprägnierung. »Evodry-Bekleidung ist und bleibt wasserdicht. Sie muss über ihre gesamte Lebensdauer nicht nachimprägniert werden«, versichert Produktmanager Patrick Müller von Marmot Mountain Europe. Die Produktentwickler von Marmot haben diese neue Technologie gemeinsam mit den Experten des US-Unternehmens Green Theme International (GTI) entwickelt. Die patentierte Imprägnierung wird ohne Wasser, nur mittels Hitze und Druck direkt in das trockene Garn eingebracht, durchdringt es – und verspricht so dauerhaften Schutz vor Regen.

»Von der Imprägnierung bis hin zum Reißverschluss sind erstmals alle Bestandteile einer Marmot-Regenjacke komplett frei von per- und polyfluorierten Chemikalien«, erklärt Müller. Die Membran aus Polyurethan hält einer Wassersäule von 20.000 Millimetern stand. 20.000 Gramm Wasserdampf verdunsten auf einem Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden.

Die Stoffe werden aus recyceltem Nylon gefertigt und dann mit dem umweltschonenden »Solution-Dye-Verfahren« gefärbt. Dabei wird dem Kunststoffgranulat ein Farbstoff zugesetzt, die Mischung eingeschmolzen und zu einem durchkolorierten, UV-beständigen Garn versponnen. Auch das verkleinert den ökologischen Fußabdruck: Pro Jacke benötigt man 85 Prozent weniger Färbemittel im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren und insgesamt 89 Prozent weniger Wasser. Energieeinsatz und CO2-Ausstoß fallen um fast zwei Drittel niedriger aus.

Nachhaltigkeit als treibende Kraft

»Wir waren anfangs nicht sicher, ob die Kombination aus verschiedenen neuen Materialien und Technologien zusammen funktioniert«, erzählt Brian Thompson, Vice President Product Design & Development von Marmot. »Als wir dann von unserem Labor die Ergebnisse und das Video der Beregnungstests erhielten, hat es uns regelrecht umgehauen: Auch noch nach 30 Minuten perlte das Wasser bei Evodry mühe los ab, wogegen ähnliche Stoffe mit besten PFC-freien Imprägnierungen bereits nach fünf Minuten schlappmachten. Das übertraf selbst unsere wildesten Träume.« In sieben Styles und sieben Farben ist die neue Kollektion nun seit Frühjahr im Handel. Evodry sowie auch die innovative Isolierungsfaser Eco Featherless (siehe Jacke unten) zählen zu den Vorzeigetechnologien der gerade gestarteten Marmot-Nachhaltigkeitsinitiative Treadlight.

»Wir sind davon überzeugt, dass unser Einfluss auf die Umwelt durch innovative, langlebige und hochwertig produzierte Produkte am sinnvollsten minimiert wird«, sagt Brian Thompson. »Diese nachhaltige Herangehensweise war schon immer eine treibende Kraft in unserer Produktentwicklung und wird es auch immer sein.

Marmot Eco Featherless wärmt wie Daune

Foto: Marmot
Ebenfalls neu 2018: Eco Featherless, die Nachfolgetechnologie von Featherless.

Mit der Kollektion 2018 bringt Marmot neben Evodry eine weitere Innovation in den Handel: Eco Featherless, die Nachfolgetechnologie von Featherless. Zwei Jahre Entwicklungsarbeit stecken in diesen Nylonfasern, die in der Ökoversion aus 75 Prozent recycelten Materialien bestehen. Marmot Featherless ist die erste Kunstfaser, die die Wärmeleistung einer Daunenfüllung mit einer Bauschkraft von 700 cuin erreicht. Featherless-Jacken sind atmungsaktiv und feuchtigkeitsabweisend. Selbst wenn sie nass werden sollten, halten sie im Gegensatz zu Daunenkleidung warm. Häufiges Waschen macht ihnen kaum etwas aus. Marmot Featherless ist hypoallergen und nach dem Ökostandard Bluesign zertifiziert.

Mehr über die Marmot-Featherless-Kollektion erfahrt ihr hier