Softshelljacken für Wander- und Trekkingtouren

Test 2019: Softshelljacken

Softshelljacken im Test
Foto: Boris Gnielka

Gute Kapuzensoftshells schützen fast genauso vor Wind und Wolkenbruch wie Regenjacken, tragen sich aber deutlich bequemer. Wir haben 10 aktuelle Softshelljacken-Modelle zum Wandern, Klettern und Bergsteigen für euch getestet ... Vergleichbare Produkte im Test

In diesem Test wurde unserer Testcrew schnell klar, dass 2019 ein sehr gutes Softshell-Jahr wird. Bis auf das Millet K-Shield Hoodie überzeugte jede der zehn getesteten Jacken, wenn auch nicht bei jeder Aktivität respektive bei jedem Wetter.

So sollte man die kaum wasserabweisenden Jacken von La Sportiva und Salewa nur als Wind- und Auskühlschutz nutzen, will man sie nicht auf eigene Faust nachimprägnieren. Diese körpernah sitzenden, überaus atmungsaktiven Leichtmodelle bewähren sich außerdem dort, wo Regen entweder nicht stört oder kein Thema ist, etwa beim Trailrunning sowie auf Ski- und Klettertouren.

Ganz anders die Membranjacken von Marmot und The North Face. Wer sie trägt, kann auf eine Regenjacke in vielen Fällen verzichten. »Das sind solide Allrounder für alle, die bei jedem Wetter rausgehen«, so Testchef Frank Wacker.

Noch besser schneiden nur die Black Diamond Cirque, Patagonia R1 Tech Face und Salomon Ranger ab. Alle drei Softshelljacken tragen sich sehr komfortabel, wobei sich die Patagonia R1 mit ihrem fleeceähnlichen Stoff an die Spitze setzt. Auch beim Wetterschutz – hier haben Black Diamond und Salomon die Nase vorn – leisten sie sich keine Schwächen.

Welcher man aus dem Trio den Vorzug geben soll? Schwer zu sagen, denn auch die Preise liegen mit 150 bis 180 Euro dicht beieinander. Komfortorientierte werden die Patagonia nehmen, Alpinisten wohl eher die Black Diamond und Schnellfrierer die Salomon Ranger Jacket. So ist in diesem Test für jeden Anspruch das Richtige dabei.

Alle weiteren Ergebnisse gibt es im Test-PDF, zum Download hier:

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Die Ergebnisse unseres Softshell-Tests im Überblick

Jacke / Link zum Testbericht Preis (UVP) Testurteil
Patagonia R1 Techface Hoody (Testsieger) 180 Euro Überragend
Salomon Ranger Jacket (Kauftipp) 150 Euro Überragend
Black Diamond Cirque Shell 170 Euro Überragend
Marmot Rom Jacket 200 Euro Sehr gut
The North Face Summit L4 Hybrid Hoody 250 Euro Sehr gut
Mountain Equipment Aerofoil Jacket 120 Euro Gut
Salewa Puez 2 DST Hoody 140 Euro Gut
La Sportiva TX Light Jacket 139 Euro Gut
Jack Wolfskin Kanuka Point Jacket 120 Euro Gut
Millet K-Shield Hoody 170 Euro Befriedigend

Einen tagesaktuellen Preisvergleich gibt's hier


Wenn persönliche Vorlieben entscheiden - die Favoriten der Tester

Die Testerinnen und Tester verraten, welche Jacken sie sich selbst kaufen würden – und warum:

Foto: Boris Gnielka Softshelljacken im Test
Frank Wacker, Ausrüstungsredakteur

»Eine Softshell, in der ich heiß laufe, kann ich nicht gebrauchen. Lieber mache ich kleinere Abstriche beim Nässeschutz und ziehe die Funktionsjacke über. Bei der luftigen Salewa Puez 2 Hoody geht das gut. Noch viel besser gefällt mir aber die Patagonia R1 Tech Face Hoody. Sie lässt noch ein bisschen mehr Dampf entweichen und hat die deutlich bessere Kapuze – und passt zur Not auch unter meine Funktionsjacke.«

Foto: Boris Gnielka Softshelljacken im Test
Katleen Richter, outdoor-Testerin

»Mir gefallen drei Jacken: Beim Trailrunning trug ich am liebsten die luftige, eng sitzende La Sportiva TX Light, beim Wandern die bequeme Patagonia R1 und beim Klettern die Summit L4 Hybrid Hoody von The North Face. Sie ist mit ihrem dünnen, weichen Stoff mein Favorit, auch weil sie so schön tailliert geschnitten ist, viel Bewegungsfreiheit bietet, kaum aufträgt und die Kapuze über den Helm passt.«

Foto: Boris Gnielka Softshelljacken im Test
Boris Gnielka, Ausrüstungsredakteur

»In Regenjacken fühle ich mich unwohl, ich stecke sie nur dann ein, wenn die Wetterprognose sehr düster ausfällt. Umso wichtiger ist mir der Wind­ und Nässeschutz einer Softshell. Und die Ausstattung: Eine vollwertige Kapuze mit festem Schild sowie große Taschen, die über dem Hüftgurt sitzen, sind ein Muss. Im aktuellen Testfeld bietet das vor allem die Black Diamond Cirque


Foto: Boris Gnielka Softshelljacken im Test
Linda Widmaier, outdoor-Praktikantin

»Da ich schnell friere, würde ich mir nur Softshells kaufen, die auch vor Kälte schützen. Im Test bleiben da nur die Patagonia R1 Tech und die Salomon Ranger, die mir besser passt. Zwar ist sie nicht ganz so dampfdurchlässig wie die Patagonia, dafür aber winddichter. Und das ist mir im Zweifel lieber als ein luftiges Klima. Schließlich gerate ich auf Tour nicht so schnell ins Schwitzen.«


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