Warme Softshelljacken für die Wintersaison

Test: Softshelljacken für Herbst und Winter

Softshelljacken im Test 2018
Foto: Patitucci Photo

Gute Softshells fühlen sich geschmeidig an und sorgen für ein angenehmes Körperklima bei fast jedem Wetter. Wir haben 17 Softshelljacken mit Kapuze für die kommende Wintersaison getestet. Die Ergebnisse hier - und als PDF zum Download ... Vergleichbare Produkte im Test

Die Testergebnisse im Überblick:

Jacke / Link zum Testbericht Preis Testurteil
Arc'teryx Gamma MX Hoody (Testsieger) 300 Euro Überragend
Rab Vapour-Rise Alpine (Kauftipp) 190 Euro Sehr gut
The North Face Ventrix Hoody (Kauftipp) 240 Euro Sehr gut
Mammut Eisfeld Light 299 Euro Sehr gut
Black Yak Yakutian 299 Euro Sehr gut
Patagonia R1 Tech Face Hoody 180 Euro Sehr gut
Montane Sabretooth Jacket (Herrenmodell) 220 Euro Gut
Salewa Pedroc 2 Stormwall/Durastretch 180 Euro Gut
Schöffel WS Hoody Keylong/Kashgar 220 Euro Gut

Herbsttouren haben nicht nur wegen der leuchtenden Farben ihren besonderen Charme. Die Witterung sorgt ebenfalls für Abwechslung: Im einen Augenblick freut man sich über wärmende Sonnenstrahlen, im nächsten zerren eisige Böen an der Kapuze, während Wolkenfetzen die Landschaft in ein mystisches Gewand hüllen. Und nach kurzen Schauern riecht die klare Luft intensiv nach feuchtem Laub.

Die ideale Kleidung für solche Bedingungen sind Softshelljacken. »Gute Softshells tragen sich geschmeidiger als Regenjacken und bieten ein besseres Klima«, sagt Ausrüstungs-Redakteur Boris Gnielka. Dadurch decken sie ein breites Temperaturspektrum ab und ersparen einem ständiges Umziehen.

Kein Wunder, dass Outdoorer weiterhin auf dieses Konzept schwören. Die anhaltende Beliebtheit beflügelt auch die Hersteller, gibt es doch mittlerweile die unterschiedlichsten Varianten – das zeigt der Test von 17 Softshelljacken für Damen und Herren zwischen 180 und 330 Euro.

So bestehen die Kandidaten von Mammut und Salewa aus recht dünnen Stoffen, während die Materialien von Arc’teryx, Schöffel, Patagonia etwas wärmer ausfallen. The North Face, Rab, Black Yak und Montane schließlich schicken besonders dick gefütterte Jacken ins Rennen, die erst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und darunter ihre Stärken voll ausspielen – »top zum Winterwandern oder für Skitouren«, so Gnielka.

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Einsatzbereich

Je nach Kälteempfinden variiert jedoch der Einsatzbereich: Während wenig verfrorene Personen die eher schwach isolierenden Leichtjacken wie von Mammut noch gut im Herbst und Frühjahr einsetzen können, sollten kälteempfindliche mindestens eine der mittelwarmen Softshells von Arc’teryx, Schöffel oder Patagonia wählen.

»Auch in Sachen Konstruktion gehen die Entwickler unterschiedliche Wege«, erklärt Boris Gnielka. Patagonia und Arc’teryx verwenden für ihre Jacken jeweils nur einen windabweisenden Stoff, während Schöffel und Salewa diesen partiell durch winddichte Gewebe ersetzen. Zweitere versprechen besseren Wetterschutz, sind aber nicht ganz so atmungsaktiv.

Aus diesem Grund orderten die Redakteure für den Test auch keine Modelle aus komplett winddichten Materialien. The North Face, Rab und Black Yak schließlich verfolgen einen anderen Ansatz als den der klassischen Softshells und kombinieren bei ihren Jacken eine Außenhülle aus dünnem, wind- und wasserfestem Stretchgewebe mit speziellen Kunstfaserfuttern. »Dadurch soll Feuchtigkeit besonders effektiv abdampfen«, so Gnielka.

Tragekomfort

Beim Tragekomfort-Check haben klassische Softshells die Nase vorn. »Die Arc’teryx fühlt sich an wie ein Pulli – nicht wie eine Jacke«, sagt Testerin Chaymae Faik. Außerdem macht sie selbst beim Klettern jede Bewegung mit und besitzt eine bequeme, exakt anpassbare Kapuze, die Kopfdrehungen folgt.

Ebenfalls zur Komfortspitzengruppe gehören die Softshells von Patagonia und Mammut, dann kommen die warmen Modelle von The North Face, Black Yak und Rab. Durch ihre dickeren, mehrlagigen Stofflagen sind sie allerdings nicht ganz so anschmiegsam. Am Ende des Feldes landet die Montane Sabretooth mit ihrem recht steifen Material. Auch spannt der Stoff, wenn man die Arme über den Kopf hebt.

Klimakomfort

Auf die Dauer wohl fühlt man sich aber nur, wenn die Softshelljacke einen guten Klimakomfort bietet – was die Testcrew vor allem bei zügigem Tempo und auf vielen deftigen Anstiegen bei Touren im Schwäbisch-Fränkischen Wald prüft. Hier überzeugt das gesamte Feld und deklassiert die zum Vergleich getragene wasserdichte Bekleidung spürbar. »In meiner Regenjacke komme ich mir vor wie in einem Schwitzkasten, während das Klima in den Softshells im grünen Bereich liegt«, notiert ein Tester.

Immerhin sechs Modelle bekommen Bestnoten – von der dünnen Mammut Eisfeld Light über die etwas dickeren Kandidaten von Arc’teryx und Patagonia bis hin zu den sehr warmen Softshells von The North Face, Rab und Black Yak. Diese drei zeigen: Wer auf viel Wärme Wert legt, sollte eine mehrlagige Softshell wählen, bieten sie doch in einem breiten Temperaturbereich Komfort.

Wetterschutz

Beim Wetterschutz gibt es große Unterschiede. Klarer Sieger sind die Softshells von Rab und Arc’teryx. Mit beiden kann man eine Stunde durch Niesel laufen, ohne dass das Innere durchnässt. Außerdem halten ihre Kapuzen und hohe Kragen eisige Böen von Nase und Wangen fern. Bei Patagonia und Salewa, den Schlusslichtern, dringt dagegen schon nach 20 Minuten Feuchtigkeit ein. »Bei den sehr warmen Kandidaten spielt der Nässeschutz dagegen eine untergeordnete Rolle, da man sie vor allem bei Frost trägt«, erklärt Boris Gnielka.

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Testfazit

Unterm Strich gibt es drei Topjacken für den Herbst: Der Testsieger von Arc’teryx verbindet top Trage- und Klimakomfort mit zuverlässigem Wetterschutz. Möchte man eine dünnere Alternative, empfiehlt sich die Mammut Eisfeld Light, etwas wärmer ist die Rab Vapour-Rise.

Alle drei lassen sich mit einem dickeren Fleece darunter auch auf Skitouren oder beim Schneeschuhwandern einsetzen, noch geschmeidiger tragen sich jedoch die extrawarmen Softshells von The North und Black Yak – eine Bereicherung für jeden ambitionierten Wintersportfan.