Das Ultra-Tele Megazoom von Tamron im Lesertest

Hunderte von outdoor-Lesern hatten sich beworben, um das neue Megazoom-Objektiv von Tamron einige Wochen zu testen – hier die Erfahrungen der Gewinner ...

Tamron Objektive
Foto: Tamron

Zeigen Sie uns Ihre schönsten Outdoor-Momente! - Im Sommer hatte outdoor zusammen mit dem japanischen Objektiv-Spezialisten Tamron dazu aufgerufen, dessen neueste Erfindung zu testen und zu bewerten: das Ultra-Tele-Megazoom. Das Interesse war groß, zahlreiche Hobbyfotografen bewarben sich, um das erste Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 18–400 Millimetern in Ruhe auszuprobieren. »Von Weitwinkel- bis hin zu extremen Tele-Aufnahmen reicht sein Spektrum, es bringt entfernte Motive so nah heran, wie es sonst nur mit großen Ultra-Tele-Objektiven gelingt«, erläutert Hersteller Tamron.

Kurz: Eins für alles, ein »Immerdrauf«-Objektiv.

Foto: Tamron Erhältlich ist das neue Objektiv für digitale Spiegelreflexkameras mit APSC Sensor von Canon und Nikon.

Im Herbst 2017 zogen die Gewinner dann neu gerüstet auf die Fotopirsch – unter anderem am Gardasee, in Tirol, auf Korsika, auf der Schwäbischen Alb und sogar im Legoland. »Ich bin kein Foto-Picasso«, »Ich fotografiere zwar sehr gerne, habe aber keine Ambitionen auf Perfektion« – mit solchen oder ähnlichen Äußerungen beschrieben sich die meisten. Einige erhofften »das Nonplusultra-Reiseobjektiv, sozusagen die eierlegende Wollmilchsau, mit der man ohne große Probleme, Vorkenntnisse oder langes Überlegen jede Art von Bildern machen kann«.

Auf den Testtouren wurde dann klar: Ein bisschen einfuchsen muss man sich, das Objektiv zaubert nicht völlig von allein. Diverse Aha Effekte erlebte zum Beispiel Testerin Jessica Wistuba aus Berlin: Sie fotografiert grundsätzlich gerne mit Autofokus und Bildstabilisierung, hat aber erst beim Umgang mit dem Megazoom-Objektiv festgestellt, dass man bei Stativnutzung die Stabilisierung deaktivieren muss. »Wirklich positiv überrascht« zeigte sie sich dann über ihre Makro-Aufnahmen von Blättern, Blüten & Co., die mit deutlich größerem Abstand zum Motiv als sonst gelangen.

Foto: Jessica Wistuba 1/160 Sek; f/13; ISO 2000 | 400,0 mm | Manuell; Mehrzonenmessung

Für den Hamburger Thilo Münten kam das Tamron zum perfekten Zeitpunkt: Zufälligerweise überschnitt sich der Testzeitraum mit seinem Korsika-Urlaub. Gerade noch rechtzeitig vor der Abreise sei das Paket mit dem Objektiv gelandet. »Der erste Eindruck: Sieht wertig aus und fühlt sich auch so an, ist aber ein ganz schöner Brummer«, berichtet er. Bedenkt man jedoch, dass das Megazoom mit seinen 710 Gramm zwei oder drei Objektive ersetzt, die zusammen zwei bis drei Kilogramm wiegen würden, kann man es auf jeden Fall als kompakt bezeichnen.

Foto: Thilo Muenten 1/250 Sek; f/6,3; ISO 100 | 322,0 mm | Blendenpriorität; Mehrzonenmessung

»Für mich als Familienvater ein wichtiger Aspekt: Wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist, hat man oft damit zu tun, die Rasselbande zusammenzuhalten«, bringt Uwe Gäßler aus Baiersbronn einen weiteren Pluspunkt ins Spiel. Dann ist es unmöglich, in Ruhe den besten Standpunkt für ein Bild zu finden. »Hier gibt einem das Objektiv deutlich mehr Möglichkeiten, doch an gute Aufnahmen zu kommen«, freut er sich. Vor allem seine Fotos von Murmeltieren und anderen Vierbeinern untermauern das.

Mit ein paar Schwierigkeiten sah sich Tester Thomas Walter konfrontiert, schiebt dies allerdings vor allem auf die Kombination des Tamron mit seiner Kamera, einer Canon 1000 D. »Da das Objektiv mehr wiegt als die Kamera, war es in einigen Situationen schwierig, sie ruhig zu halten und scharfe Bilder zu machen.« Bei passenden Lichtverhältnissen gelangen ihm jedoch sehr schöne Fotos.

Foto: Tom Gutmann 1/400 Sek; f/5,0; ISO 200 | 18,0 mm | Blendenpriorität; Mehrzonenmessung

Zu guter Letzt waren sich alle einig: Das Tamron-Megazoom macht weitere Objektive unterwegs überflüssig und begeistert mit seinem großen Zoombereich, ist aber kein Fliegengewicht. Ganz besonders punktet es bei der Makrofotografie sowie Tier- und Landschaftsbildern bei gutem Licht. Auch die wetterfeste Abdichtung des Objektivs lobten die Tester. Die meisten fanden zwar, dass der Verstellring für die Brennweite etwas gleichmäßiger bedienbar sein sollte, hätten aber gerne länger experimentiert – vor allem auf Reisen, für die das Tamron sich besonders eignet. »Es wird mir unendlich schwer fallen, das Objektiv zurückzuschicken«, resümiert einer. Kleiner Trost: Ihre Fotos dürfen natürlich alle behalten.

Tamron Objektiv
Foto: Tamron

Das neue Ultra-Tele-Megazoom:

  • Brennweitenbereich von 18 bis 400 mm
  • VC-Bildstabilisierung (Vibration Compensation) für scharfe Bilder
  • Neuer HLD-Autofokus (high/low torque modulated drive): schnell, leise, präzise
  • Kompakt: 125 mm lang, Gewicht 710 g
  • Wetterfest abgedichtetes Gehäuse
  • Kompatibel mit der Tamron TAP-inKonsole für individuelle Einstellungen
  • Erhältlich für digitale Spiegelreflexkameras mit APSC-Sensor von Canon und Nikon

Schon in den vergangenen beiden Jahren hatten wir in Kooperation mit Tamron nach euren schönsten Fotos gefragt. Die besten Einsendungen unserer Leser / User seht ihr hier: