Wandern im Schwarzwald

Unterwegs im Baiersbronner Wanderhimmel

Foto: Ulrike Klumpp

»Mehr Schwarzwald gibt’s nirgends«, lautet der Slogan von Baiersbronn. Auch die Vielfalt in Sachen Wanderwege lässt sich kaum toppen.

Die große Vielfalt

Rund 550 Kilometer umfasst das Wegenetz, das Angebot reicht von kurzen einfachen Touren über knackige Tageswanderungen bis zu den zwei Weitwanderwegen Murgleiter und Seensteig.

»Erlebnispfade« bringen Besuchern Geschichte und Traditionen der Region näher, während neun »Himmelswege« mit Längen bis 21 Kilometer die Naturschönheit im Fokus haben. Hinzu kommen Genießerpfade, Heilklimawege und Familienwanderungen. Da fällt die Auswahl nicht leicht ...

Foto: Henrik Morlock

Weitwandern auf dem Seensteig und der Murgleiter

Dichte Nadelwälder, eiszeitliche Seen, Grindenflächen und Hochmoore heißen Naturfreunde zwischen den Höhen des Nationalparks Schwarzwald um Baiersbronn und dem wildromantischen Murgtal willkommen. Zur Auswahl stehen hier neben zahlreichen Tagesrouten zwei ausgezeichnete Weitwanderwege, die den Nordschwarzwald in seiner ganzen Schönheit präsentieren.

So gilt der 91 Kilometer lange und in fünf Etappen aufgeteilte Baiersbronner Seensteig als echtes Sahnestück der Region. Wie sein Name vermuten lässt, führt er Wanderer entlang sagenumwobener Karseen – sieben an der Zahl – mitten hinein in den Nationalpark Schwarzwald. Eine Welt voller kleiner Wunder tut sich auf, wenn rauschende Wasserfälle, skandinavisch anmutende Grindenhochflächen oder der älteste Bannwald Deutschlands ins Sichtfeld rücken.

Foto: Ben Wiesenfarth

Dazu gewährt der Wanderweg immer wieder grandiose Aussichten. Vom Gipfel der Hornisgrinde, dem höchsten Berg der Region, reichen die Blicke bei guter Sicht sogar bis zu Eiger, Mönch und Jungfrau. Start- und Endpunkt dieser Fünftage-Tour ist Baiersbronn, die Etappenziele heißen Mitteltal, Schliffkopf, Mummelsee und Schönmünzach.

Gleich drei dieser Orte passiert man auch auf der 110 Kilometer langen Murgleiter. Die Murg, namensgebender Fluss für diesen Weitwanderweg, fließt durch eins der schönsten und vielfältigsten Schwarzwaldtäler, durch schroffe Felsschluchten, liebliche Wiesenraine und die malerischen Ortschaften Forbach, Weisenbach und Loffenau. Start der Fünf-Etappen-Tour ist in Gaggenau, von wo aus die Murgleiter bis zur Quelle des Flusses oberhalb der Gourmetgemeinde Baiersbronn führt.

Dazwischen erwarten Wanderer Nadelwald, Weinberge, die malerische Altstadt Gernsbachs, Schlösser und Bauernhöfe. Auch der leibliche Genuss kommt nicht zu kurz, denn unterwegs laden urige Wanderhütten zur Einkehr ein. Und für alle, die sich fragen, wie der Weg zu seinem Namen kam: Die Murg verläuft parallel zum S-Bahn-Netz des Schwarzwalds, wodurch jedes Etappenziel bequem mit der Bahn zu erreichen ist. Fluss und Bahnlinie bilden somit auf der Karte eine Leiter. So kann man die einzelnen Etappen auch problemlos als Tagestouren angehen.

Infos: Eine Beschreibung der Murgleiter gibt es unter murgleiter.de, über den Seensteig informiert baiersbronn.de unter dem Menüpunkt Natur - Wandern

Unterwegs im Gourmethimmel Baiersbronn

Wer Naturgenuss und Gaumenfreuden kombinieren möchte, ist in Baiersbronn genau richtig. Unter dem Motto »Kulinarischer Wanderhimmel« hält die Region neben geführten Touren zu appetitanregenden Schwerpunktthemen auch ausgewählte Wanderwege zu den Baiersbronner Wildpflanzenwirten bereit: Zu Köchen, die aus den zahlreichen heimischen Pflanzen und Kräutern der Region einzigartige Menüs kreieren.

Foto: Ulrike Klumpp

Baiersbronns Küche lockt aber noch mit anderen Schätzen, zum Beispiel mit der hier seit über 100 Jahren gezüchteten Buhlbacher Forelle oder dem cremigen Reichenbacher Waldhonigeis. Keine Lust auf Restaurants? Kein Problem. Baiersbronns »Genussplätze« sind wie dafür geschaffen, die Picknickdecke auszubreiten und den Blick beim Essen über die malerischen Täler schweifen zu lassen.

Infos: baiersbronn.de

Microadventures

Für die meisten Kindheitsabenteuer ist man nie zu alt. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Flussbettwanderung bei Baiersbronn? Möglichst trockenen Fußes hüpft und klettert man dabei über kleinere und größere Steine in der Murg – unter Anleitung geschulter Wanderführer.

Foto: Ulrike Klumpp

Wer Lust auf noch mehr Abenteuer auf der Murg hat, erlebt den Fluss beim Fun-Rafting oder bei einer Kajak-Tour von seiner spritzigen Seite. Auch Kletterfreunde kommen auf ihre Kosten: Die Kletterareale »Pumprisse« und »GraffitiWall« liegen unmittelbar am Wasser.

Infos Flusswanderungen und Bootstouren: murgtal-arena.de

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